Vorwort

Scheinbar läuft in unserem Land alles normal und weit­gehend friedlich ab. Doch aus geistlicher Sicht empfinden viele Menschen, dass das Geschrei über die Sünde im Land - ähnlich wie bei Sodom und Gomorra - zum Thron Gottes aufsteigt. Das Land ist verunreinigt durch Gleichgültigkeit gegenüber Gott, durch ungebremsten Kindermord mittels Abtreibungen, durch Homosexualität, die mehr und mehr zur Norm erklärt und akzeptiert wird. Mangelnde Buße über Nazischuld lässt Neonazismus und Rechtsradikalis­mus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus aufblühen. Unreinheit und Gewalt in den Medien und im öffentlichen Leben werden als zeitgemäß und normal hingenommen.

John Mulinde aus Uganda und Christoph Häselbarth ru­fen in diesem Büchlein zur Umkehr auf. Die vorliegende Schrift basiert auf Vorträgen von John Mulinde, die er im Juli 2000 auf dem Gebetsberg in Lüdenscheid hielt und die durch Ergänzungen aus deutscher Sicht in Absprache mit John erweitert wurden. Christen werden aufgerufen, als Beter für unser Land und die Sünde im Volk in den Riss zu treten.

Unter den Christen im deutschsprachigen Raum ist eine große Willigkeit, dem Aufruf Gottes zu folgen, und ein großer geistlicher Hunger hat viele Christen ergriffen. Dies sollten wir einsetzen und Gott anflehen, vermehrt sei­nen Heiligen Geist über unserem Land auszugießen und uns mit dem Geist des Gebets und dem Geist der Buße zu beschenken.

So wie Gott auf den Bußaufruf Jonas und auf die Buß­bewegung von Ninive mit Gnade reagierte, könnte Gott auch unsere Länder begnadigen und eine geistliche Wende schenken. Dann könnte Deutschland in seine göttliche Be-

stimmung hineinkommen, und eine Nation werden, die Im­pulse für Erweckung in Europa setzt. Deutschland könnte ein Land werden, das weltweit missionarisch tätig wird und zusammen mit anderen Ländern dazu beiträgt, dass an vie­len Orten in der Welt Erweckungsfeuer entzündet werden. Wie schon mehrfach erwähnt, stehen die einzelnen Christen und die deutschsprachigen Länder offenbar am Scheideweg zwischen Gericht und Gnade. Gott ruft uns zu:

Deutschland, entscheide dich neu für die Wege Gottes, denn ER will unsere verwundeten Herzen und unser Land heilen.

Christoph Häselbarth, Oktober 2000

 

I.

Die Zeichen der Zeit erkennen

Jesus sagte in Matthäus 16,2-3:

„Des Abends sprecht ihr: Es wird ein schöner Tag werden, denn der Himmel ist rot. Und des Morgens sprecht ihr: Es wird heute ein Unwetter kommen, denn der Himmel ist rot und trübe. Über das Aussehen des Himmels könnt ihr ur­teilen; könnt ihr dann nicht auch über die Zeichen der Zeit urteilen?"

Wenn wir die Geschehnisse in Deutschland während der letzten Jahrzehnte anschauen, den Wiederaufbau des Lan­des, die Wiedervereinigung Deutschlands, die Wiederher­stellung Berlins als Hauptstadt und vieles mehr, dann kön­nen wir erkennen, dass Gott bestimmte Absichten mit diesem Land hat.

Auf der anderen Seite sehen wir, wie Satan und seine Kräfte der Zerstörung am Werk sind und wie sie versuchen, die Grundlagen und Strukturen der Gesellschaft unseres Landes von innen her niederzureißen und zu zerstören. Was vor einigen Jahren noch als verabscheuungswürdig angesehen wurde, ist heute akzeptiert. Werte, die bis vor kurzem noch als kostbar galten, verschwinden und gelten als überholt.

Diese offensichtlichen Zeichen der Zeit müssen wir un­bedingt erkennen. Jetzt ist die Zeit, aus dem Schlafe auf­zuwachen, uns aufzumachen und den Herrn ernstlich und anhaltend zu suchen, damit ein geistlicher Umbruch in Deutschland geschehen kann. Jetzt ist die Zeit, uns vor Gott zu demütigen, im Gebet sein Angesicht zu suchen und zu flehen, dass er unser Land heimsucht, damit es nicht länger dem Untergang entgegen geht.

 

Wie können wir der Meinung sein, es sei alles nicht so dringlich, wenn rund um uns herum die Kräfte der Zerstö­rung sehr offensichtlich am Werk sind? Gerade wegen sei­nem unermesslichen Erbarmen und seiner unbeschreibli­chen Liebe für uns Menschen ruft Gott uns zu: „Beeilt euch, entflieht der Zerstörung. Ich will nicht, dass ihr zu­grunde geht, sondern ich will meinen Geist auf dieses Land ausgießen. Ich will euch erwecken. Ich will Deutschland heimsuchen, heilen und in seine Bestimmung hineinfüh­ren!"

Gottes Zeitplan

Unser Gott ist ein Gott der Zeit und er setzt bestimmte Zeiten für ganze Nationen fest, in denen er ein Volk in seine Absichten hineinführen möchte. In solchen Zeiten ist es entscheidend, dass die Nation auf Gottes Ruf eingeht und sich mit ihm vorwärts bewegt. Tut sie es nicht, geht Gott an ihr vorbei und der Zeitpunkt Gottes ist verpasst. Die Kon­sequenzen daraus sind für eine solche Nation immer sehr schmerzlich.

Im Buch Jona finden wir eine Stadt, die Gottes Gnade und Rettung erlebte, weil sie, obwohl sie wegen ihrer Bos­haftigkeit eigentlich zerstört werden sollte, auf Gottes War­nung durch seinen Botschafter mit Reue und Buße reagier­te.

Wir glauben, dass Gott heute genauso zu Deutschland spricht. Jetzt ist die Zeit für Deutschland gekommen und wir dürfen dieses Rufen Gottes nicht verpassen. Wir glauben, dass Gott unsere Nation bereits Anfang des 20. Jahrhunderts heimsuchen und für seine Absichten und Pläne - nicht nur in Europa, sondern auf der ganzen Welt — gebrauchen wollte. Wir haben damals Gottes Zeitpunkt und

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das Wirken des Heiligen Geistes verpasst. Die Konsequen­zen davon waren sehr schmerzlich. Doch nun scheint es, dass sich eine neue Türe für unser Land öffnet:

Wir Christen dürfen keine Zeit verlieren, jetzt dem Herrn unsere Zeit zu geben, damit wir geistlich in Bewe­gung kommen. Wir müssen diesen von Gott bestimmten Zeitpunkt ergreifen, den Herrn ernstlich und anhaltend su­chen und ihn flehentlich bitten, auf unser Land den Geist des Gebets und der Buße auszugießen und uns seine Pläne zu offenbaren.

Gott fordert uns heute mit Dringlichkeit auf: „Erwacht aus eurem Schlummer, kommt heraus aus eurer Be­quemlichkeit! Weckt die Gemeinde auf! Bereitet euch vor auf den Krieg mit der Finsternis!"

Jetzt ist die Zeit gekommen, wo Gott ganze Nationen benützen und für seine Absichten einsetzen möchte. Jetzt ist die Zeit, dass sich ganze Nationen erheben, um ihren Platz gemäß den Berufungen Gottes einzunehmen und ihre freisetzenden Gaben für andere Nationen einzusetzen. Genau das möchte der Herr auch in Deutschland tun. Dies ist die Zeit für Deutschland, sich aufzumachen.

Weckt die Nation auf

Der Schlüssel für eine geistliche Wende ist Gebet. Damit fängt alles an. Gebet ist nicht alles, aber es ist der Schlüs­sel. Wenn wir alles erdenkliche tun, aber nicht beten, wer­den wir versagen. Doch wenn wir beginnen, den Herrn ernstlich zu suchen und verzweifelt für unser Land zu be­ten, dass sich Gottes Pläne mit Deutschland erfüllen, dann wird Gott zurechtbringend eingreifen. Es gibt keinen Na­tionen umfassenden Aufbrach in der Bibel, ohne dass je­mand dafür durch Fürbitte „in den Riss" (Hesekiel 22,30)

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getreten wäre. Selbst die größte Verheißung Gottes, die je der Menschheit gegeben wurde - das Kommen des Messias - geschah nicht ohne Fürbitte. Wir lesen wie Simeon und Hanna im Gebet um Erfüllung der Verheißung rangen, bis Jesus geboren wurde (Lukas 2,25-38).

Auf Gottes Ruf hören

Wenn wir erleben wollen, dass unser Land geheilt wird und zum Aufbruch kommt, dann müssen wir unsere Prioritä­ten neu setzen. Wir sind alle sehr beschäftigt und leben in einer schnell lebigen Zeit. Doch bestimmen wir nicht selbst, womit unsere Zeit gefüllt ist? Wie sieht unser Terminkalen­der aus? Finden wir nicht Zeit für alle möglichen Termine und Verabredungen? Es ist höchste Zeit, unsere Einstellung zu ändern, unseren Alltag neu zu überdenken und unsere Prioritäten neu zu setzen.

Gebet und unser Trachten nach Gottes Reich muss Prio­rität bekommen. Gott nennt in 2. Chronik 7,14 die Bedin­gungen, unter denen das Land geheilt wird:

„... und dann mein Volk, über das mein Name genannt ist, sich demütigt, i dass sie beten und mein Angesicht suchen und sich von ihren bösen Wegen bekehren, so will ich vom Himmel her hören und ihre Sünde vergeben und ihr Land heilen."

Die Bedingungen sind, dass die Christen im Land: 1. sich demütigen, d. h. ihre vollständige Abhängigkeit von Gott akzeptieren und vermeintliche eigene Stärke able­gen; zur Einheit finden mit anderen Christen, sie höher achten als sich selbst; Ja-sagen zu den Wegen, die Gott uns führt... und vieles mehr

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2.  beten und Gottes Angesicht suchen, d. h. anhaltend an allen Orten beten, z.B. für unsere Regierung; um Hei­lung von Ehen und Familien; um geistlichen Hunger bit­ten, um Gotteserkenntnis, Gottesbeziehung und mehr Ausgießung des heiligen Geistes bitten ... und vieles mehr

3.  dass die Christen sich von ihren bösen Wegen bekehren, d. h. dass Christen sich nicht den Sünden der Welt an­passen, dass Christen in sexueller Reinheit leben, dass Christen die Zehnten und die Opfergaben geben, dass Christen versöhnt und in Einheit leben, dass Christen aus Bequemlichkeit und geistlicher Passivität aufstehen ... und vieles mehr.

Deutschland, entscheide dich

In Joel 4,14 heißt es, dass Gott Scharen von Menschen in das Tal der Entscheidung führen wird, denn nahe ist der Tag des Herrn.

Nicht nur in Israel, sondern auf der ganzen Welt scheint Gott die Menschen vor die Wahl zu stellen, sich zu ent­scheiden für den Gott Israels und unseren Erlöser Jesus Christus oder für den Gott der Welt, den Teufel. Offenbar beginnt Gott, verschiedene Schleier wegzunehmen, damit Menschen klar sehen können und sich für den einen oder anderen Weg entscheiden.

1. Christen werden erkennen, dass laues Namens-Christen-tum nicht mehr ausreicht. Wenn der Schleier weggeris­sen wird, werden die, die sich Christen nennen, erken­nen, dass Jesusnachfolge mit einem Bündnis beginnt und etwas sehr Konsequentes ist. Unter einer neuen Sicht für die Heiligkeit Gottes, wird das Spiel mit Sünde aufhören. Wir werden als Christen für unser klares ein-

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deutiges Leben auf der Erde vielleicht verleumdet oder verfolgt werden, aber im Himmel bekannt sein und ge­ehrt werden.

2.  Mehr und mehr unbekehrte Menschen (auch Anders­gläubige) werden erkennen, dass sie ohne eine bewusste Lebenshingabe an Jesus Christus auf dem Weg ins ewige Verderben sind. Sie können sich für eine Umkehr durch eine Lebensübergabe an Jesus entscheiden (s. Booklet „Lebensrettende Wahrheiten" von Ernst Lutz, Gottfried Bernard Verlag).

3.  Christen werden erkennen, dass Jesus die Wurzel und Israel und die Juden der edle Ölbaum ist, in den wir Christen nur eingepfropft sind (Römer 11,17+18). Voll Scham werden wir uns von dem Irrtum der Ersatztheo­logie abwenden und die Juden wieder als den älteren Bruder anerkennen und ehren. Sacharja 8,22+23 sagt dazu: „So werden viele Völker, Heiden in Scharen, kom­men, den HERRN Zebaoth in Jerusalem zu suchen und den HERRN anzuflehen. So spricht der HERR Zebaoth: Zu der Zeit werden zehn, Männer aus allen Sprachen der Heiden einen jüdischen Mann beim Zipfel seines Ge­wandes ergreifen und sagen: Wir wollen mit euch gehen, denn wir hören, dass Gott mit euch ist".

4.  Den Juden wird der Schleier weggenommen und sie werden erkennen, dass Jesus der Messias ist, der sehn­süchtig auf sie wartet, der in Jerusalem wiederkommen wird und als ihr König in ihrer Mitte regieren wird.

In dieser Zeit, in der Gott diese Schleier bei Heiden, Chris­ten und Juden wegnimmt, können wir uns für Gottes Weg oder eben dagegen entscheiden.

Mehr und mehr erkennen wir, dass wir alle in einem gewaltigen endzeitlichen Kampf stehen. Wir beginnen in unseren Herzen zu begreifen, dass es um Alles oder Nichts

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geht. Es geht um das Reich Gottes und um die Endzeit-Brautgemeinde.

Gott möchte, dass wir uns jetzt für diese konsequente Jesusnachfolge entscheiden. Dabei geht es nicht nur um unsere persönliche Errettung, sondern als die Gerechten treten wir vor Gott für die Errettung unseres Landes ein (wie Abraham für Sodom und Gomorah eintrat).

Wenn wir Christen, als die Heiligen und Gerechten, im Gebet in Demut und Einheit zum Herrn schreien, wird er unser Land retten. Es geht in Deutschland um Millionen von Menschen, die vor der Entscheidung stehen: Himmel oder Hölle, Gericht oder Gnade.

Wir Christen entscheiden durch unseren geheiligten Le­bensstil und durch unsere Gebete über das Schicksal von Millionen von Menschen und über das Schicksal unseres Landes.

Liebe zahlt einen hohen Preis

Wenn man verliebt ist, ist man bereit, alles zu tun und alles zu geben für seine Geliebte oder seinen Geliebten.

Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen Sohn sandte, sodass alle, die Jesus bewusst akzeptieren, von ihm ewige Errettung und göttliche Begleitung auf ihrem Lebensweg bekommen (Johannes 3,16). Gott erwartet von uns, dass wir uns für seine Liebe öffnen und uns von ihm mit seiner Liebe und seinen guten Absichten beschenken lassen. Der Vater möchte zu uns in einer Liebesbeziehung leben und er sehnt sich danach, dass wir aus Liebe zu ihm in eine echte Nachfolge eintreten. Seine Liebe zieht uns zurück in seine gütigen Vaterarme. Das ist keine lässige Beziehung, die man nach Gutdünken lebt oder ablehnt, um wie die meisten Menschen nach Lust und Laune das

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Leben zu verbringen. Gott wirbt in Deutschland darum, dass seine Liebe uns so sehr anzieht, dass wir bereit sind, aus Liebe zu ihm, unser Leben völlig zu ändern. Wir wollen unbedingt ihm, dem Vater und Jesus, dem Sohn, in allem gefallen und gehorchen. Die ersten Christen gaben ihr Herz, ihren Besitz und ihr Leben hin für den Herrn und für sein Reich.

Gott erweckt sich eine neue Generation         '

Gott wird sich auch in Deutschland ein Volk erwecken — besonders unter Kindern und Jugendlichen - die zu radika­ler Hingabe an den Herrn bereit sind, koste es, was es wol­le. Sie werden bereit sein, sich aus Liebe zu Jesus in eine heilige Revolutionsarmee rufen zu lassen, die deutlich nein sagt zu Sünden, die unsere Gesellschaft zur Norm erklärt hat.

Als Nehemia (Nehemia 1,1-11) hörte, dass die Juden in großem Unglück und in Schmach leben und Jerusalem ver­wüstet ist, setzte er sich hin, weinte, trug Leid, fastete und betete zu seinem Gott. Er war bereit, sich von Gott zum Wiederaufbau der Stadt senden zu lassen.

Auch uns darf es nicht mehr kalt lassen, wenn wir sehen, wie unsere Politiker mit Homosexuellen auf Paraden mit­laufen und bereit sind, durch Gesetzesänderung Homo­sexualität zu legalisieren und der Ehe gleichzusetzen. Ho­mosexualität wird in der Bibel klar als Sünde und als ein Greuel vor Gott genannt (z. B. Römer 1,24-32), das er von der Wurzel her heilen möchte. Wir Christen sind gerufen, nicht mehr über millionenfachem Ehebruch und Eheschei­dungen im Land die Schultern zu zucken und uns gar ähn­lich zu verhalten. Nein, wir nehmen diese Gebetsheraus­forderung an und sind bereit, mit betroffenen Menschen

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über göttliche Lösungen zu sprechen und zu beten. Wir Christen haben von Gott die Schlüssel der Vergebung und der Versöhnung in die Hand bekommen. Zugleich haben wir Vollmacht, Mächte der Unreinheit und der Ehezerstö­rung zu binden und auszutreiben. Gott ruft die Christen auf, zu Love-Parades und Homo-Demos zu gehen als Beter und als solche, die eine göttliche Alternative zu bieten haben. Jesus hat uns die Schlüssel des Himmelreichs gegeben, zu binden und zu lösen (Matthäus 16,19), Kranke zu heilen und die frohe Botschaft des Evangeliums zu verkünden. Jetzt ist die Zeit, uns zu entscheiden, den Auftrag Jesu ohne wenn und aber anzunehmen (Der Auftrag heißt: Pre­digt das Evangelium und macht Nationen zu Jüngern, heilt die Kranken, treibt Dämonen aus und weckt Tote auf. -Matthäus 10,1+7+8 u. Matthäus 28,19). Wir beten gehor­sam gemäß diesem Auftrag, den Jesus seinen Jüngern über­trug. Wann und wie Jesus daraufhin befreien und heilen wird, ist nicht mehr unsere Verantwortung. Wir Christen dürfen uns nicht an Sünde und Leid im Land gewöhnen, sondern sind berufen, im Namen Jesu dagegen aufzustehen und wie Nehemia, die zerstörten Mauern wieder aufzubau­en.

Nehemia hatte eine gute Stellung am Hof des Königs mit Annehmlichkeiten und Sicherheiten für sein Leben. Er ließ es zu, dass Gott sein Herz zutiefst erschüttern konnte, als er vom Leid seines Volkes hörte. Sind wir - gemeint sind möglichst alle Christen und Kirchen und Konfessio­nen - ebenfalls bereit, Bequemlichkeit hinter uns zu lassen und die geistliche Herausforderung unserer Zeit anzuneh­men?

Es ist nötig, dass Christen bereit sind, im fürbittenden Gebet für die Not der Stadt oder der Region oder gar des Landes in den Riss zu treten (Hesekiel 22,30). Es ist unsere Aufgabe, herauszufinden, wo der Teufel durch aktuelle und

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auch weit zurückreichende Sünde Anrechte bekommen hat, bekehrungshemmend oder zerstörend zu wirken. Je mehr wir Christen für die Sünden, die auf Familien, Ge­meinden, Städten und Regionen liegen, stellvertretend um Vergebung bitten - wie z. B. Daniel (Daniel 9,4-19) betete: „Wir und unsere Väter haben gesündigt ..." - umso mehr werden dem Feind zerstörende Anrechte entzogen. In der Folge werden Menschen nicht mehr ihr Heil bei Geisthei-lera, Wahrsagern, Esoterikern und Sekten suchen, sondern sie werden offen kompetente Christen um Rat bitten. Gott fordert uns Christen heraus, uns diesen Aufgaben zu stel­len, anstatt nur an das eigene Wohlergehen zu denken. Dr. Wolfhard Margies hat dazu eine gute Zusammenstellung von Fürbitteanleitungen für Städte und über Spiritual Map-ping herausgegeben, sowie ein neues Buch: „Deutsches Geschichtsbuch für Beter" (Aufbruch Verlag, Babelsberger Straße 37, 10715 Berlin).

Es ist an der Zeit, uns rufen zu lassen, nicht nur an ei­gene Interessen zu denken, sondern an unser Volk und Land, mit dessen Zukunft wir verwoben sind und an die junge Generation, die die Bestimmung des Landes weiter­tragen wird. Wenn wir für die Anliegen Gottes eintreten und für sein Reich, wird er sich um unsere persönlichen Belange kümmern (Matthäus 6,33).

Nehemia war erschüttert, dass sein Volk beraubt und zerstört und ohne Perspektive war. Er fing an, den Herrn zu suchen. Gott zeigte ihm die Strategie für Erweckung der Menschen und für die Wiederherstellung Jerusalems.

Darf Gott auch uns erschüttern und uns seine Last mit­teilen? Wir Christen in Deutschland stehen vor großen, wunderbaren Aufgaben und Aufbrüchen, wenn wir uns entscheiden, als Fürbitter und Gebetskämpfer für unser Land in den Riss zu treten.

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n.

Wie Deutschland errettet werden kann

Gott hat Pläne des Heils und der Errettung für unser Land. Er weiß, wie ein geistlicher Aufbruch in Deutschland ge­schehen und wie er das Land in seine Bestimmung hinein­führen kann.

1. Das Land muss aus Schläfrigkeit und Apathie aufgerüttelt und zum Gebet gebracht werden

Über das ganze Land soll ein Gebetsnetzwerk errichtet werden. Dabei geht es nicht darum, eine neue Gebetsbewe­gung zu starten, sondern dass die bereits bestehenden Ge­betsdienste zu einem Netz zusammengeknüpft werden.

Wir brauchen Lehre über Gottes Bestimmung für dieses Land, damit uns bewusst wird, dass wir nicht nur Einzel­personen sind, die versuchen zu überleben, sondern dass wir eine gemeinschaftliche Identität haben, mit der wir vor Gott stehen. Ebenso müssen wir verstehen, dass nicht Erweckung das letztendliche Ziel ist, sondern dass die Na­tion in die Jüngerschaft und in Gottes Bestimmung hinein­kommt.

Es muss gelehrt werden, wie Menschen in ihrem Leben einen „persönlichen Gebetsaltar" aufrichten können. Sie brauchen auch Lehre und praktische Anleitung, um in Got­tes Gegenwart durchbrechen zu können, damit sie vom Feuer Gottes erfasst werden und in das unaufhörliche Ge­bet hineinkommen, das Nationen verändern kann. (s. Book-

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lets: „Licht oder Finsternis über Europa" und „Den Zeit­punkt Gottes nicht verpassen" von John Mulinde)

Familien müssen ermutigt werden, in ihrem Haus und ihrer Familie einen Familienaltar aufzubauen. Jede Ge­meinde soll ein Haus des Gebets werden. Auch sollen stadtweite Gebetstürme aufgerichtet werden. Es wird eine neue Welle des Heiligen Geistes freisetzen, wenn Gemein­den und Gemeinschaften einer Stadt in Einheit immer wie­der zu gemeinsamen Gebetsversammlungen zusammen kommen, um Festungen des Feindes niederzureißen und den Standard Gottes aufzurichten. Anhaltendes Gebet be­wirkt, dass sich der Himmel über unserem Land im geistlichen Bereich öffnet.

2. Offenlegung der Sünden und Wunden im Land

Wir Christen sollen die sich permanent wiederholenden Sünden und die Verletzungen des Landes erkennen und geistlich angehen.

Es ist möglich, Heilung in das Land zu bringen, doch dies beginnt zuerst einmal bei uns selber, bei unserer Fami­lie und unserer Gemeinde.

Bevor wir als Fürbitter für andere beten, haben wir uns zu fragen, ob wir selbst innerlich verletzt sind, ob wir Un­gerechtigkeit erlebt, nicht vergeben haben und deswegen bitter geworden sind. Wir sollten damit beginnen, um Hei­lung für unser eigenes Herz zu bitten, denn als Verwundete können wir weder die Salbung tragen und in die Fülle der Bestimmung Gottes für unser Leben hineinkommen, noch vollmächtig für andere und unser Land beten.

In gleicher Weise sollten wir unsere Familie anschauen. Familiensünden und Familienwunden, die in vielen Fami-

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lien vorkommen, verlieren ihre zerstörende Macht, wenn sie als Schuld mit der Bitte um Vergebung zum Kreuz ge­bracht werden.

Der nächste Schritt wäre dann, die Sünden und Wunden in unserem Ort bzw. unserer Stadt herauszufinden. Warum zieht z. B. Berlin alle diese finsteren Mächte an? - Weil Berlin mit Ereignissen aus seiner Vergangenheit kämpft und sie auf menschliche Weise zu lösen versucht. Berlin ist eine zutiefst verletzte Stadt in einer verletzten Nation; eine Stadt, mit dem Pergamon-Götzenaltar in ihrer Mitte, die verzweifelt nach einer Identität sucht, in einer Nation die sich nach einer Identität sehnt.

Wenn wir die Sünden der Vorfahren, Götzendienst und Wunden entdecken, können wir auch deren Auswirkungen im Leben der Menschen sehen. Ihre Haltungen, Einstellun­gen und Denkweisen sind das Ergebnis solcher Verfehlun­gen und Verwundungen. Z.B. haben wir in Deutschland aufgrund von Verwundungen sehr viel Stolz angenommen. Der Feind hat darauf seine Festungen aufgebaut in den Ge­danken der Menschen, um sie daran zu hindern, die Herr­lichkeit des Evangeliums zu erkennen.

Wir müssen wie Daniel (Daniel 9), Esra (Esra 9) oder die Israeliten zur Zeit Nehemias (Nehemia 9) im Gebet vor Gott treten und uns mit der Schuld unseres Landes und der Schuld unserer Vorfahren identifizieren, um die Wurzeln dieser Verletzungen und Blockaden anzupacken. Wir stellen uns unter die Schuld der vergangenen Genera­tionen und bitten Gott inständig um Vergebung.

In Klagelieder 5,7 heißt es:

Unsre Väter haben gesündigt und leben nicht mehr, wir

aber müssen ihre Schuld tragen.

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Durch identifizierende, stellvertretende Bitte um Ver­gebung wird die Schuld in unseren Familien, Gemeinden, Konfessionen, Städten und Ländern abgetragen und dem Teufel werden somit die Anrechte genommen, uns und un­ser Land weiter zu zerstören. Wir Christen sind dafür ver­antwortlich, das Wirken und die Pläne Satans zu erkennen und sie durch stellvertretende Bitte um Vergebung und Für­bitte zu entmachten.

So wie wir unsere Familien und Städte beleuchten, befas­sen wir uns auch mit den Verfehlungen und den Wunden der Nation, des deutschen Volkes. Unser Beten oder auch Nicht-Beten wird die Entscheidungen des Geschicks unse­res Landes positiv oder negativ beeinflussen. Wir ahnen etwas davon, dass Deutschland am Wendepunkt von Ge­richt oder Gnade steht. Die Beter und die Weisungen der prophetisch und apostolisch begabten Leiter werden den Ausschlag geben. Was haben wir als Volk getan und erlit­ten, das uns zu dem gemacht hat, was wir heute sind? Alle diese Verfehlungen und Wunden sollten wir veröffent­lichen, damit Familien, Gemeinden, Gebetsnetzwerke sich damit beschäftigen und dafür beten können. Wir werden erstaunt sein, wie Heilungen in Einzelpersonen, Familien, Ehen und Kindern geschehen, je intensiver und zielgerich­teter gebetet wird. Türen, die bis jetzt verschlossen waren, werden sich plötzlich öffnen.

Der Zeitpunkt wird kommen, wo der Herr die Nation zu einer feierlichen Versammlung, einem nationalen Beten und Fasten, freisetzen wird. Dann werden wir als Volk un­sere Stimme erheben und gemeinsam zu Gott rufen: „Herr erbarme dich über uns und vergib uns unsere Gleichgültig­keit, dass wir vieles in unserem Land einfach zugelassen haben. Vergib uns die Wunden, die wir anderen zufügten und vergib uns, wo wir in unserem eigenen Leben Sünden

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akzeptierten. Vergib uns unsere Haltungen und Denkwei­sen, die wir aufgrund der Verletzungen angenommen haben ..." Ein solches Zusammenkommen eines Volkes wird eine landesweite Freisetzung im himmlischen Bereich bewir­ken.

3. Identifikation der Götzen im Land

Jesus sagt: „Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat; er hat mich gesalbt, den Armen frohe Botschaft zu verkünden, zu heilen, die zerbrochenen Herzens sind ...". Dann erst fährt er fort: „... Gefangenen Befreiung zu predigen" (Lukas 4,18, Schlachter). Ein zerbrochenes Herz ist die Folge von Ablehnung und mangelnder Wertschät­zung. Erst wenn das zerbrochene Herz geheilt ist, kann es Gottes Liebe und Segnungen in der ganzen Fülle anneh­men, falsche Lebenshaltungen aufgeben und Gottes Sal­bung tragen. Deshalb müssen wir uns zuerst mit den Wun­den in unserem Volk auseinandersetzen. Und dann gehen wir den Götzendienst und andere Sünden im Land an.

Götzendienst verursacht, dass Gott sein Angesicht von einem Volk abwendet. Mit „spiritual mapping" - dem Er­stellen einer geistlichen Landkarte - können wir herausfin­den, welche Götzen im Land vorherrschen, wo sich ihre Altäre und ihre Höhen befinden und auf welche Art und Weise Bündnisse mit diesen Götzen geschlossen worden sind, die eventuell sogar immer wieder erneuert werden, so dass sie das Volk gefangen halten können. Einige dieser Götzen sind uralt, andere sind neu. Einige sind im Verbor­genen, andere sind offensichtlich. So haben sich z.B. auf die Anrechte alter germanischer Götzen, die Götzen von Humanismus, Rationalismus und Nationalsozialismus ge­setzt. Sie sind zu erkennen in dem Bestreben, dem Land

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durch eigene Kraft zu außerordentlicher Größe und Macht zu verhelfen. Um diese Götzen anzugehen, brauchen wir von Gott prophetische Anweisungen und eine klare Strate­gie. Ganz gleich wie sie heißen, wir müssen sie alle ange­hen, denn Gott sagt:

„Ich, der HERR, das ist mein Name, ich will meine Ehre keinem ändern geben noch meinen Ruhm den Götzen." (Je-saja 42,8)

Als Voraussetzung dafür, dass wir in dieser Weise voll­mächtig beten können, brauchen wir eine sogenannte Plattform der Autorität und der Fürbitte. Bevor wir ge­gen die Werke des Teufels angehen und Götzenaltäre nie­derreißen können, müssen wir unser eigenes Leben prüfen. Gibt es nicht geheiligte Bereiche in unserem Leben, die dem Feind Anrechte geben und uns somit der Autorität be­rauben? Gibt es bei uns Götzen, die uns wichtiger sind als Gottes Pläne und Absichten? Sind Erfolg in unserem Dienst, Ehre, der gute Ruf, unsere Begabungen der eigent­liche Antrieb für unser Handeln, oder ist es die Liebe zum Herrn? Halten wir an Dingen oder Menschen fest, die uns hindern, uns Gott ganz hinzugeben?

Wir können nur dann in Vollmacht für das Land in den Riss treten, wenn wir entschlossen sind, ein vor Gott wohl­gefälliges, geheiligtes Leben zu führen.

Wenn wir uns aufmachen, um den Herrn im Gebet zu suchen und für dieses Land in den Riss zu treten, wird der Herr auf zwei Bereiche in unserem Leben besonders seinen Finger legen. Einerseits auf Sünden, Mängel, Verletzungen und Ängste und anderseits auf Götzen - auf das, was wir neben Gott gesetzt haben, oder gar mehr lieben als IHN. Er wird uns aufzeigen, was wir loslassen sollen, was uns so wichtig geworden ist und soviel Raum und Bedeutung in unserem Herzen eingenommen hat, dass es uns daran hin-

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dert, mit Gott uneingeschränkt vorwärtszugehen. Wenn wir diese Dinge nicht loslassen, wird der Feind sie benützen, um uns aufzuhalten.

Bei all dem geht es um mehr als nur um das Lippenbe­kenntnis: „Herr, ich bitte um Vergebung und ich gebe dir alles hin." Es geht um eine tiefe Herzensentscheidung, die für uns einen inneren Kampf bedeuten, viel Tränen kosten und an die Substanz unseres Seins gehen kann.

Je mehr wir uns dem Herrn in allem ausliefern und bereit sind, unser Leben ganz im Willen Gottes zu führen, desto stabiler wird unsere persönliche Plattform der Autorität und der Fürbitte. Solange diese bei uns nicht vorhanden ist, werden geistliche Kampfführung, prophetische Hand­lungen, Deklarieren und Proklamieren von Gottes Wort nur wenige bis gar keine Resultate bringen.

Ebenso wichtig ist unsere Bereitschaft, uns ganz für die Pläne Gottes und für sein Reich zu engagieren, mit Aus­dauer dranzubleiben und durchzupressen. Wenn wir schnelle Ergebnisse sehen wollen, werden wir bald entmu­tigt aufgeben. Wenn wir aber Zeit in der Gegenwart Gottes verbringen und in Anbetung, Fürbitte, Buße und im geist­lichen Kampf dranbleiben, wird die Zeit kommen, dass der Feind seine Anrechte, negativ zu wirken, verliert. Haben wir diesen Punkt im geistlichen Bereich erreicht, fangen wir an, Boden einzunehmen. Es werden Veränderungen ge­schehen, die wir nicht für möglich gehalten hätten. Unsere eigenen Haltungen und das Verhalten von Menschen in un­serem Umfeld werden sich drastisch ändern, weil die Mächte gebrochen wurden, die sie gebunden hielten.

Jetzt wird vieles im geistlichen Bereich leicht gehen, Türen öffnen sich, das Wirken des Heiligen Geistes nimmt unter uns zu. Nun kann Erweckung ins Land kommen und große Scharen von Menschen werden bereit, sich zu bekeh­ren.

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Doch leider zeigt uns die Kirchengeschichte, dass die Gemeinde oft unvorbereitet ist, wenn Erweckung kommt.

Sobald wir sehen, dass im geistlichen Bereich die Mächte der Finsternis gebrochen werden, müssen wir uns auf die Ernte vorbereiten.

Wir sollten uns schon im Vorfeld von Erweckung damit beschäftigen, auf welche Art und Weise Menschen in unse­rem Umfeld für Jesus erreicht werden können, und wie sie in sein Reich, d. h. in Gemeinden, Hauszellen oder Haus­kirchen integriert werden können.

Die Zusammenarbeit des Leibes Christi

All dies anzugehen ist nicht die Angelegenheit einer Ge­meinde oder eines Dienstes, sondern es ist eine nationale Angelegenheit. Der ganze Leib Christi, d. h. alle Kirchen, Freikirchen, Konfessionen und Gemeinschaften müssen mobilisiert werden. In Gottes Pläne hineinzukommen setzt voraus, dass wir unsere eigenen Interessen völlig zurück­stellen und bereit sind, dem gesamten Leib Christi zu die­nen. Unsere Vorstellungen von Hingabe müssen sich total ändern, weil es alles von uns erfordern wird, um einzelne Menschen wie auch unser ganzes Volk in Gottes Absichten hineinzuführen.

In solch einer entscheidenden Zeit können wir es uns als Gemeinden, allen voran die geistlichen Leiter in diesem Land, nicht mehr erlauben, uns durch theologische Diffe­renzen in Detailfragen aufhalten und durch Uneinheit blo­ckieren zu lassen. Wir müssen uns willig in Gottes Pläne und Absichten mit diesem Land einfügen. Wir können es uns als Christen nicht mehr leisten, Schwächen und Fehler bei anderen zu entdecken, um uns dann mit Kritik und Bes-

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serwisserei zu befassen. Wir haben die Aufgabe, die Stär­ken der anderen zu entdecken und sie darin zu ermutigen und zu fördern. Es geht um ein Land, das sich im Tal der Entscheidung befindet und das darauf angewiesen ist, dass Gottes Volk sich geschlossen erhebt, seinen Platz ein­nimmt und den Himmel im Gebet aufreißt. Dann werden die Scharen von Menschen, um die der Feind so heftig kämpft, die erlösende Kraft des Evangeliums erleben kön­nen. Es geht auch darum, unser Land in seine göttliche Be­stimmung hineinzuführen, damit es dann anderen Nationen mit freisetzenden Gaben dienen kann.

Gott sieht das ganze Land, und er hat besonders den geistlichen Leitern eine große Verantwortung übertragen. Wir können uns keinen Individualismus und Separatismus mehr erlauben, wo wir uns als Einzelne oder als Gemeinde losgelöst voneinander und von dem Gesamtplan Gottes für dieses Land sehen. Jeder Christ, jeder Leiter, jede Gemein­de, jeder Dienst ist aufgerufen, seinen Teil beizutragen, dass Gottes Plan mit diesem Land zustande kommt. Auch wenn Gott viele Helfer von überall auf der Welt herbeibrin­gen kann, so liegt es doch an uns Christen in Deutsch­land, die Rettung dieses Landes zur Geburt zu bringen.

Um Deutschland in seine göttliche Bestimmung hinein­zuführen, wird der ganze Leib Christi benötigt und die Zu­sammenarbeit aller Konfessionen und Denominationen dieses Landes. Wenn wir wirklich das Ziel vor Augen ha­ben, dass das Reich Gottes in unserem Land zunimmt und Deutschland in seine Bestimmung hineinkommt, dann kön­nen wir nicht anders, als unsere gegenseitige Kritik, unser Konkurrenzdenken und unser Einzelkämpferdasein hinter uns zu lassen. Viele Kirchen, Konfessionen und Gemein­den werden andere Konfessionen und Gemeinden um Ver­gebung bitten. Und anstatt einander in Frage zu stellen, wird der eine den anderen höher achten als sich selbst,

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Hosea 14,9

Ephraim, was sollen dir weiter die Götzen?

Ich will dich erhören und führen, ich will sein

wie eine grünende Tanne; von mir erhältst du

deine Früchte. (Luther)

24 Std. Gebetsketten

Wächterruf

Wächter auf der Mauer Gebetsnetz über Deutschland (JMS)

Spezifische Gruppe:

z.B. Geschäftsleute,

evangl. Studentenarbe

Bibelschulen Hauskreise Gemeinden und Kirchen

Gebetsdienste Fürbitte für Deutschland Voice of the City Israel-Gebetsdienste Gemeinden und Kirchen Dt. Evangelische Allianz

Campus für Christus Lausanner Beweg. Jugend mit einer Mission    u. a.

Der Baum ist das Reich Gottes. Die Wurzel und zugleich die Baumspitze ist Jesus,

der Anfänger und Vollender, der Erste und der Letzte. Der Stamm ist der Plan Gottes für unser Land,

die göttliche Bestimmung für unser Land.

Die einzelnen Äste sind Gemeinden (sie sind die stärksten

und wichtigsten Äste), Werke, Gruppen und Bewegungen.

Die Äste sind fest verbunden mit dem Stamm.

Sie dienen dem ganzen Baum!

Es ist eine Ehre, Ast an diesem Baum zu sein,

und den anderen und dem Baum dienen zu dürfen.

Quelle: Christoph Häselbarth

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auch wenn der andere unserem Empfinden nach noch Schwächen und Fehler hat. Es ist nicht unsere Aufgabe zu richten, sondern zu lieben, zu ermutigen und zu fördern. Wenn wir Wertschätzung säen, werden wir göttliche Wert­schätzung ernten.

Einheit unter Christen ist möglich. Jesus Christus in uns befähigt uns zur Einheit und gegenseitigen Annahme. Zu­gleich muss man Einheit von ganzem Herzen wollen und anstreben.

Wir möchten dazu das Video „Transformation" (Down to Earth, Berlin; auch zu beziehen über „Verlag Gottfried Bernard", Solingen) empfehlen. Es veranschaulicht ganz praktisch, wie Aufbrüche und Erweckung in Städten und Regionen geschehen können, wenn Leiter und Gemeinden in Einheit und Gebet zusammenstehen.

Oh Land, Land, Land, höre des Herrn Wort (Jeremia 22,29)

Deutschland steht heute vor sehr herausfordernden Ent­scheidungen. Es geht um ein Aufstehen aller Christen im Land, um sich in Einheit um ein gemeinsames Ziel zu be­mühen, nämlich das geistliche Erwachen des ganzen Lan­des. Das klingt zunächst utopisch, idealistisch, unerreich­bar. Aber nichts ist unmöglich, dem der glaubt (Matthäus 17,20).

Wir schauen uns noch einmal die letzten Sätze und Auf­träge an, die Jesus vor seiner Himmelfahrt seinen Jüngern gab:

„Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Tau­fet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch

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l

befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende." (Matthäus 28,19-20)

Nun fragen wir uns, wie die praktische Umsetzung dieses großen Auftrages heute neu aufgegriffen werden könnte.

Wir glauben, es beginnt mit ersten Schritten und Aktio­nen der schon entschiedenen, vom Heiligen Geist erfassten Christen. Und wir erwarten, dass es dann alle Kirchen, Ge­meinden, Bewegungen und Werke erfassen wird.

Jeder Christ, jede Kirche, jede Gemeinde etc. sollte sich fragen, wie könnte mein Beitrag sein, bei der Verwirk­lichung dieses gewaltigen Auftrages, Deutschland in ei­nen geistlichen Aufbruch und in seine Bestimmung hinein­zubringen.

John Mulinde und anderen Christen wurden Gruppen, Dienste und Aufgabenbereiche gezeigt, die Gott für eine geistliche Mobilisierung gebrauchen möchte. Diese Grup­pen und Dienste werden in Kirchen und Gemeinden auf­wachsen, aber auch freie Werke und Bewegungen werden beteiligt sein. Die im folgenden genannten Gruppen, Dienste und Aufgabenbereiche sollten eng zusammen ar­beiten, um das Land möglichst flächendeckend zu durch­dringen. Jede große, aber auch jede noch so kleine Aktivi­tät oder Gebetszelle bedarf der Ermutigung und der Förderung. Die Zeit der gegenseitigen Verleumdung oder des Kritisierens ist völlig beendet. Gott möchte nicht nur hier und da eine Person oder eine Gemeinde zum Auf bruch bringen, sondern er möchte, dass die ganze Nation wach wird, und jeder, seinen Möglichkeiten entsprechend, an dem von Gott geplanten Aufbruch beteiligt ist.

Die Menschen und Dienste innerhalb dieser Gruppen und Dienste sollten möglichst in Gemeinden integriert sein. Sie wirken im Auftrag und unter dem Schutz der Gemein­den.

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Es werden einige Gruppen und Programme genannt, die schon vorhanden sind, aber noch erweiterungsfähig sind. Darüber hinaus wird der Heilige Geist Maßnahmen entste­hen lassen, die weit über unser jetziges Verstehen hinaus­gehen. Die folgenden acht Gruppen wurden John in einer inneren Schau von Gott gezeigt (das heißt nicht, dass man nicht noch weitere Gruppen und geistliche Programme hin­zufügen könnte).

Acht Gruppen und Programme

Die erste Gruppe sind Männer, Frauen, Dienste, Organi­sationen und Bewegungen, die Gott während der vergange­nen Jahre im Dienst des Gebets, der stellvertretenden Bitte um Vergebung, der Fürbitte und der Wiederher­stellung beauftragt und zugerüstet hat. Wie bereits er­wähnt, geht es nicht primär darum, neue Gebetsbewegun­gen zu starten, sondern zu erkennen, was Gott bereits vorbereitet und aufgebaut hat und diese Gruppen zur Zu­sammenarbeit zu ermutigen.

Z. B. gibt es Leiter, die Gott bereits zubereitet und beru­fen hat, eine 24-Stunden-Wächtergebets-Initiative auf­zubauen. Sie brauchen in ihrer Arbeit unsere Unterstützung und Hilfe, dass die Beter im Land mobilisiert werden und das Land mit Gebet abgedeckt wird.

  Wächtergebete heißt, dass für 24 Stunden an einem Ort, an einem bestimmten Tag im Monat gebetet wird. Über 200 Städte und Orte in Deutschland beteiligen sich be­reits. Die Gebetswächter bekommen fortlaufend aktuelle Gebetsanliegen genannt. (Kontaktadresse: waechterruf @ gmx.net; Tel.: (0711) 480 40 29)

  Aufbau von Gebetsaltären, möglichst in jedem Haus von Christen, wo das Gebetsfeuer täglich neu am Brennen

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gehalten wird. Schwerpunkt: Gebet um das Eingreifen Gottes im eigenen Umfeld, in der Stadt und im Land Fürbittegruppen, wo rund um die Uhr tagaus, tagein für die Regierung, für das Land um geistliche Erweckung und um Aufstehen des Leibes Christi gebetet wird Erfassen der Schuld, die auf dem Land und auf besonde­ren Orten liegt, um stellvertretend für diese Schuld vor Gott zu treten. So werden die Anrechte dunkler Mächte gebrochen, die bisher geistlichen Aufbruch verhindert haben. Es läuft unter der Bezeichnung: Spiritual Map-ping und Fürbitte

Gebetsnächte, Gebetshalbnächte und Bußgottesdienste, oft mit spezieller Ausrichtung, die zunehmend im ganzen Land durchgeführt werden Wenn mein Volk, über das mein Name genannt ist — sich demütigt

- dass sie beten

-  und mein Angesicht suchen

- und sich von ihren bösen Wegen bekehren

so will ich vom Himmel her hören und ihre Sünde ver­geben und ihr Land heilen. (2. Chronik 7,14) Gebete in möglichst vielen Orten und Gemeinden, um Ausgießung von Bußgnade, um mehr Wirken des Heili­gen Geistes, um mehr geistlichen Hunger und Durst im ganzen Land, um übernatürliches Eingreifen Gottes Ausbau, Ausweitung, Multiplikation kleiner Gebetspart­nerschaften bestehend aus 2-3 Personen, die sich 1-3 mal pro Woche treffen, um für bestimmte Anliegen zielge­richtet zu beten. Wenn weitere Beter hinzukommen, soll­te sich die Gruppe teilen und damit ständig auf Multipli­kation hinwirken

Gebetskreise, die besonders für die Regierung beten, so wie wir in l.Timotheus 2,1-6 von Paulus aufgefordert werden ... und vieles andere mehr

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Die zweite Gruppe sind die Menschen, die Gott in unse­rem Land bereits im Bereich der Erneuerung, der Erwe­ckung und der Gaben des Heiligen Geistes zugerüstet hat. Sie haben ein gutes geistliches Gespür für wichtige neue geistliche Impulse und haben den Auftrag, diese auf­zugreifen, darin zu leben und sie dann so weiterzuvermit­teln, dass andere Verlangen danach bekommen und diese Impulse ebenso aufgreifen.

Wir müssen sie erkennen, anerkennen und sie rufen, ihre Position einzunehmen und Ihren Auftrag auszuführen, da­mit in unserer Nation eine Erneuerung hervorgebracht wer­den kann und diese Nation den Heiligen Geist erfahren kann wie nie zuvor.

In diesem Zusammenhang sind Gebet und Bemühungen sehr wichtig, um trennende Ansichten zwischen christli­chen Denominationen und Richtungen mehr und mehr ab­zubauen. Gute Anfänge erfolgten durch gemeinsame Schritte von Evangelikaien und Charismatikern zum Jesus-Tag 2000 in Berlin. Ähnliche Bemühungen sollten weiter ausgebaut werden.

Die Geistliche Gemeinde Erneuerung in der evangeli­schen und in der katholischen Kirche wirkt seit Jahren mit guten Programmen auf eine Neubelebung der Kirchen in der Kraft des Heiligen Geistes hin. Es ist sehr wichtig, diese Bemühungen anzuerkennen und zu fördern. Es wäre wünschenswert, wenn Kirchen und Gemeinden Erneue­rungsimpulse aufnehmen und fördern könnten, die andern­orts - auch im Ausland - starke Neubelebung und Wachs­tum der Gemeinden bewirkt haben.

Dem Demütigen gibt Gott Gnade, der bereit ist zuzuge­ben, dass er geistlich arm und schwach ist und Hilfe braucht.

Die dritte Gruppe sind die Erntearbeiter. Menschen, die 32

von Gott im Bereich der Evangelisation zugerüstet wurden und deren primäres Ziel es ist, Verlorene - Erwachsene, Jugendliche und Kinder - aus den unterschiedlichsten Ern­tefeldern ins Reich Gottes zu bringen. Auch diese Men­schen müssen wir erkennen, anerkennen, sie fördern und es ihnen ermöglichen, ihre Position einzunehmen und ihren Auftrag auszuführen.

Viele nicht bekehrte Menschen sind geistlich hungrig, offen und suchend. Wenn man auf sie zugeht und sie in der richtigen Weise abholt, können sie relativ leicht für Je­sus und sein Reich gewonnen werden. Alpha-Kurse haben sich in Europa sehr bewährt als Instrument zur Einbringung der geistlichen Ernte. (Infos: Alpha-Deutschland-Büro, Tel.:(09131)203018)

Wir leben in der Zeit der größten Erweckungsbewegung, die es je gab. Wir hören von gewaltigen geistlichen Auf brü­chen durch Großevangelisationen, Gemeindepflanzungen, Zellkirchen- und Hauskirchenbewegungen, Gefängniskir­chen und von dem Erreichen vieler Länder, Gruppen und Stämme mit dem Evangelium. Jede dieser Bemühungen sollten wir bejahen und als reiches Land großzügig unter­stützen. Wir sollen von ihnen lernen oder sie gar in unser entchristianisiertes Land zu Hilfe rufen.

Deutschland sollte zurück finden zu seiner missionari­schen Bestimmung, die durch die Herrnhuter Brüder welt­weite Ausmaße angenommen hatte. Die Ausbildung von Missionaren und Evangelisten wäre noch viel mehr zu för­dern.

Kinder und Jugendliche sind sehr offen für das Evan­gelium und werden in nächster Zeit viel bewirken, indem sie ermutigt werden, Zeugen zu sein für Jesus. Gott bestä­tigt sie in zunehmendem Maße durch prophetische Bot­schaften und mitfolgende Zeichen und Wunder.

Es ist die Aufgabe aller Kirchen und christlicher Grup-

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pierungen Gefäße zuzubereiten für eine große bevorste­hende Ernte. Es geht nicht mehr um konfessionelle Ab­grenzungen und unnütze Diskussionen über verschiedene Glaubensinhalte, sondern es geht um Hingabe an Jesus Christus und um die endzeitliche Braut in Deutschland.

Gemäß der Aufforderung Jesu sollte viel um Arbeiter für die geistliche Ernte gebetet werden (Matthäus 9,38). Be­sonders geht es um Zurüstung und Berufung der 5 Ämter: Apostel, Propheten, Evangelisten, Hirten und Lehrer (Epheser 4,11-13).

Die vierte Gruppe sind Christen, die Gott bereits berufen und zugerüstet hat als Mentoren im Bereich der Jünger­schaft. Es sind Menschen, denen Gott Bibelschulen, geist­liche Zurüstungsstätten und Schulen des Dienstes anver­traut hat. Es sind Leiter und Lehrer, die Neubekehrte, auch Kinder und Jugendliche, lehren und in tiefe Jesusnachfolge und in Jüngerschaft führen. Menschen, die Gott gebrau­chen möchte, den Charakter von Kindern und Jugendlichen nach göttlichen Maßstäben zu formen. In diese Gruppe ge­hören auch diejenigen, die Gott bereitet hat, den Leib Christi auf eine höhere Ebene geistlicher Reife zu führen. Diese Menschen müssen wir erkennen, sie im Vertrauen auf Gott an ihren Platz rufen und unterstützen.

Es werden sich Hunderttausende, ja sogar Millionen von Menschen zum Herrn Jesus Christus bekehren und der Geist Gottes wird sie in einer völlig radikalen Art und Weise verändern. Sie benötigen Jüngerschaft, geistliche Nahrung und Zurüstung. Gott wird auch viele junge Män­ner und Frauen freisetzen, die bisher ein durchschnittliches Christsein gelebt haben und die sich nun in große Berufun­gen und gesalbte Dienste hineinbewegen. Diese Menschen brauchen Training. Sie brauchen Hilfe bei ihrer Charakter­formung und ihrer Wiederherstellung, damit sie sich zu den

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Männern und Frauen entwickeln, die Gott aus ihnen ma­chen möchte. Die Christen im Land, die dafür bereits die Werkzeuge in ihren Händen halten, müssen wir erkennen, zusammenführen und unterstützen.

Ganz neu und intensiv werden Christen gelehrt, ein ge­heiligtes Leben nach dem Willen Gottes zu führen. Wir Christen werden mehr und mehr aufstehen und deutlich sagen, dass Sünde ein Land zerstört.

Christen werden immer deutlicher sagen, dass es unak­zeptabel ist, Sünde zur Norm zu erklären und sie zu legali­sieren (z. B. Mord durch Schwangerschaftsabbrüche, sexu­elle Unreinheit, Homosexualität, Süchte aller Art etc.) Jesus möchte in uns wohnen und unser Leib ist ein Tempel des Heiligen Geistes.

Immer mehr hören wir von jungen Menschen, die Jesus als Herrn annahmen und sich verpflichtet haben, Gottes Gebote ernst zu nehmen und sich z. B. bis zur Eheschlie­ßung sexuell rein zu halten.

Die fünfte Gruppe sind Menschen, die Gott zugerüstet hat, eine Position der Vaterschaft einzunehmen. Sie sind geistliche Väter und Mütter und wir finden sie in jeder geistlichen Bewegung und Denomination. Gott hat sie vor­bereitet, Vorbilder zu sein und die nachfolgenden Genera­tionen zu ermutigen und anzuleiten, siegreich mit dem Herrn vorwärts zu gehen. Durch ihre geistliche Reife, tiefe Weisheit und ihre enge Beziehung zum Herrn können sie dem Leib Christi den Rücken stärken und wesentliche Im­pulse geben. Gott ruft sie, um Deutschland zu helfen, aus Verwundungen und Vaterlosigkeit herauszukommen, damit der Vater im Himmel Einzelne und die ganze Nation neu ermutigen und berufen kann.

Diese geistlichen Väter und Mütter und Leiter haben ei­nen besonderen Dienst, um müde gewordene Christen zu

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ermutigen und zuzurüsten, und um neue Ausrüstung durch den Heiligen Geist zu bitten. Durch sie erfolgt viel Zusam­menführung und Versöhnung zwischen Kirchen und ver­schiedenen Richtungen.

Es ist Schluss mit dem Kampf von Christen gegen Chris­ten. Unser Feind sind nicht andere Christen, sondern der Teufel, der Verkläger der Brüder. Durch Jesu Blut ist der Weg frei für Vergebung und Versöhnung.

Die sechste Gruppe sind die Menschen, die Gott im Zu­sammenhang mit Israel und den Juden zugerüstet hat. Es sind z. B. Fürbitter, die für Israel in den Riss treten und die an der Schnittstelle zwischen Deutschland und Israel tätig sind. Die Bestimmung Deutschlands ist sehr eng mit Israel und den Juden verbunden. Wir glauben, dass der Zeitpunkt nahe ist, wo Deutschland eine Gelegenheit bekommt, für Juden die Herzen und Häuser zu öffnen und ihnen Hilfe und Unterstützung anzubieten. Wenn Gott sie herausführt aus Russland, der Ukraine und aus anderen Nationen, wer­den sie auf dem Weg nach Israel durch die deutschen Län­der ziehen. Gott hat Menschen in Deutschland bereits zu­gerüstet, das jüdische Volk zu segnen und im Bereich der Wiederherstellung und der Heilung der Wunden tätig zu sein, die noch zwischen Deutschland und dem jüdischen Volk bestehen.

Die deutschen Christen beginnen zu verstehen, dass (nach Römer 11) Jesus die Wurzel ist, Israel der edle 01-baum und wir Christen von den Nationen „nur" die auf­gepfropften wilden Zweige sind. Wir haben über Jahrhun­derte als Kirche auf den edlen Ölbaum eingeschlagen, sodass weder der Ölbaum noch die aufgepfropften Zweige gedeihen konnten. Gott sagt in l.Mose 12,3 bezüglich Is­rael: „Ich will segnen, die dich segnen und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir (Juden) sollen gesegnet werden

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alle Geschlechter auf Erden." Jesus bestätigt noch (Johan­nes 4,22): „Das Heil kommt von den Juden."

Indem wir Christen anerkennen, dass die Ersatztheo­logie (Israel sei nicht mehr Gottes auserwählte Volk und die Christen hätten diesen Platz eingenommen) falsch ist, nimmt Gott einen Fluch und eine riesige Last von uns Christen.

Gott ist dabei, aus Juden und Christen einen neuen Menschen zu schaffen durch die Versöhnung durch das Kreuz (Epheser 2,15+16). Diese von Gott geplante Versöh­nung und Einswerdung sollten wir mit allen uns zur Ver­fügung stehenden Mitteln fördern und Israel segnen wie und wo immer wir können.

Die siebte Gruppe sind Menschen, die Gott in Leitungs­positionen in Gesellschaft, Wirtschaft oder Politik ge­stellt hat: Geschäftsleute, Politiker, Ärzte, Journalisten, Popstars, Sportler etc., die den Herrn kennen. Menschen, die im Blickfeld der Gesellschaft arbeiten. Auch in diesem Bereich hat Gott bereits Christen, demütige und gottes-fürchtige Männer und Frauen, zugerüstet, die ihren Ein­fluss für das Reich Gottes nützen sollten. Es ist Zeit für sie aufzustehen und ihre Stimme zur Mobilisation der Nation zu erheben. Wir müssen sie erkennen, erreichen und durch Gebet freisetzen, dass sie sich in diese Zeit des Erwachens einordnen und den Zeitpunkt Gottes nicht verpassen.

Es gibt in diesem Bereich schon Gruppen und Personen, die deutlich für Jesus Flagge zeigen (z. B. Christliche Ge­schäftsleute, Christen im Beruf, JCCC = International Christian Chamber of Commerce, Christliche Journalisten, Christen im Gesundheitswesen, Christliche Juristen, Ge­betskreise in Betrieben und viele andere mehr).

Diese Gruppen und Einzelpersonen brauchen viel Ge­bet, um gestärkt und ermutigt zu werden. Sie sollen Bot-

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schafter sein an Christi statt und bezeugen, dass Jesus der lebendige Herr ist, auch in der Politik, in den Medien, im Berufsleben und in der Freizeit. Durch das Gebet der Chris­ten wird ihre Zahl und ihr Einfluss zunehmen, sodass alle Lebensbereiche vom Geist Christi durchdrungen werden.

Die achte Gruppe sind die Familien als kleinste und in­nerste Zelle der Gesellschaft. Gottes Herz schlägt für die Familie als Nest der Liebe, der Geborgenheit und des Schutzes, in der die Generation von morgen „ausgebrütet" wird. Gott hat Väter und Mütter dazu befähigt, das zu ent­decken und zu fördern, was er an Gaben in ihre Kinder hineingelegt hat. Im Gebet und in der Erziehung bereiten sie die heranwachsende Generation darauf vor, ihren Platz in der Gesellschaft als Botschafter des Reiches Gottes ein­zunehmen.

Gott will zerbrochene und zerstörte Familien heilen und neu aufbauen, und er will unsere Generation aus ihrer Va-terlosigkeit erlösen. Es ist Zeit, die Familie mit neuen Au­gen zu betrachten und ihr den hohen Stellenwert einzuräu­men, den Gott selbst ihr zumisst.

Wir glauben, dass Gott ganze Familien in seinen Dienst nehmen möchte. Familien sollen in die Gesellschaft hinein­wirken. Das kann z. B. geschehen durch:

  Aufrichten von Familien-Gebetsaltären, durch die geist­liche Durchbrüche bewirkt werden in Schulen, Kinder­gärten, in der Nachbarschaft und sogar in ganzen Orten, weil Familien sich in Einheit versammeln und den „Him­mel bestürmen".

  Evangelistische Aktivitäten - Familienmitglieder arbei­ten gemeinsam daran, dass Menschen zum Herrn kom­men, (siehe z.B. im Buch „Den Zeitpunkt Gottes nicht verpassen", Seite 55f: Kinder beten für kranke Kinder; diese werden gesund; die Eltern der gesund gewordenen

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Kinder laden die gläubigen Kinder zu sich nach Hause ein, damit sie auch für andere Anliegen beten; es kommt zum Kontakt mit den Eltern der gläubigen Kinder, wel­che dann die Eltern, die um Gebet baten, zum Herrn füh­ren)

  Familien könnten auch in der Gemeinde Dienste über­nehmen, durch die Gottes Herrlichkeit angezogen und Menschen vom Herrn berührt, geheilt und freigesetzt werden, z.B. Lobpreis, Durchführung von Familiengot­tesdiensten, Arbeit unter Armen oder Randgruppen (aso­ziale Familien), u. a.

  Ehen und Familien haben eine Vorbildfunktion für ande­re Familien, die motiviert von dem guten Ehe- und Fami­lienklima, sich nach einem neuen Ehe- und Familien­leben ausrichten. Weiterhin könnten Familien zum Segen für bestimmte Menschen werden (z.B. Waisenkinder, Kinder mit schwierigem Familienhintergrund), indem sie ihnen Anteil an einem gesunden Familienleben ge­ben. Damit schaffen sie eine Brücke, über die der Urhe­ber der Familie, Gott der Vater, bekannt gemacht wird. Viele Menschen sehnen sich nach einem nachahmbaren Vorbild einer guten Ehe oder einer intakten Familie.

Gott sucht die treuen und hingegebenen Arbeiter

Diese acht Gruppen, und möglicherweise noch weitere, wirken darauf hin, dass in Deutschland wieder nach dem Willen und den Ordnungen Gottes gefragt und gelebt wird. Sie haben alle das gemeinsame Ziel, einen geistlichen Auf­bruch in Gang zu bringen.

Wenn die Christen sich demütig die Hand reichen, sich versöhnen und sich gegenseitig fördern, können sie ihre

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von Gott gegebene Stellung zur Mobilisierung der Nation einnehmen. Es beginnt damit, dass geisterfüllte Christen zusammen beten und zusammen arbeiten, damit Deutsch­land wieder in Gottes Absichten, in Gebet, Fasten, Buße, Demut, Glaube, Vertrauen, Zerbrochenheit, Heilung und Wiederherstellung hineinkommt. Alle zusammen wirken auf einen geistlichen Durchbruch hin, sodass eine mächtige Ernte eingebracht werden kann. Das ist möglich und es wird geschehen, wenn die beteiligten Christen ihre Position einnehmen, sich gegenseitig fördern und zusammenarbei­ten.

Jeder Christ sollte sich fragen, welche Berufung auf sei­nem Leben liegen könnte. Er sollte Jesus sagen, dass er bereit sei, in diesem geistlichen Aufbruch mitzuwirken oder sich gar als Motivator oder Leiter zur Verfügung zu stellen. Für die acht Gruppen sind dringend Leiter erforder­lich, die Gottes Reden hören und aus einem apostolischen Geist heraus führen. Werden wir sie anerkennen und för­dern, wenn sie als Leiter auftreten, oder werden wir sie aus Neid kritisieren und bekämpfen? Noch einmal: Wirst du sie akzeptieren und fördern, auch wenn du an ihnen noch Fehler und Schwächen entdeckst? Ihre Aufgabe wird sehr oft darin bestehen, anderen zu dienen, sie zu fördern und oft Gott darum zu bitten, nicht an unserer Nation vor­beizugehen, sondern uns in unsere göttliche Bestimmung zu führen.

Sicher denken die meisten, die Gott gebrauchen möchte, zuerst: „Das kann ich doch nicht, das ist doch viel zu groß für mich." Vielleicht denken wir auch wie Jeremia: „Ich tauge nicht dazu, ich bin doch viel zu jung" - andere den­ken an: „viel zu alt". Doch Gott wartet auf unsere Ent­scheidung und unsere Bereitschaft. Er ist es, „der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen nach seinem Wohlgefallen" (Philipper 2,13).

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Gott hat jeden von uns nicht durch Zufall an die Stelle gesetzt an der wir zur Zeit sind. Er hat mit jedem von uns das Ziel, dass durch ihn an diesem Platz sein Reich gebaut wird, z.B.:

  ein Pfarrer verfolgt das Ziel, seine Gemeinde geistlich zu erneuern und dass viele Menschen bewusst Jesus als ih­ren lebendigen Herrn annehmen. Gott möchte, dass er in Liebe und Einheit mit allen anderen Gemeinden und Konfessionen im Umkreis zusammenarbeitet.

  ein Arbeitsloser hätte viel Zeit für Gebetsarbeit und für soziale Dienste an Armen.

  ein Arzt könnte bei seiner ärztlichen Tätigkeit den Pa­tienten Gebet um Heilung anbieten, gemäß dem Auftrag Jesu (Matthäus 10,1+7+8).

  ein Politiker tritt ein für die Ordnungen Gottes im politi­schen Geschehen und versucht, ein Botschafter an Chris­ti statt zu sein.

  ein Lehrer betet regelmäßig für seine Schüler und setzt sich dafür ein, dass christliche Werte wieder akzeptiert werden

Gott möchte, dass wir an dem Platz, an den er uns gestellt hat, als die Gerechten im Leben mit Jesus herrschen (Rö­mer 5,17).

Die Entscheidung

Gott sucht willige und gehorsame Menschen, die bereit sind aufzustehen und geistliches Leben in Gang zu setzen ohne zu warten, bis bereits Tausende mitmachen. Willst du dich dazu entscheiden?

Gerade dann, wenn Gott uns etwas aufträgt, das uns als unmöglich oder als zu groß erscheint, dürfen wir ganz ent­spannt in ihm zur Ruhe kommen, denn wir können das aus

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eigener Kraft sowieso nicht zustande bringen. Wir dürfen Gott bitten, uns den ersten Schritt zu zeigen und wir wer­den dann im Gehorsam entsprechend handeln. So gehen wir Schritt für Schritt in seinen Plan und seine Absichten hinein.

Bist du bereit, auf Gottes Rufen zu antworten und ein Werkzeug für dieses Land zu sein, durch das Gott wirken und seine Absichten verwirklichen kann? Bist du bereit, deine Stimme für dieses Land zu Gott zu erheben und Ge­bet zur Priorität in deinem Leben zu machen? Bist du be­reit, dich, deinen Dienst, deinen Willen, dein Leben völlig Gott auszuliefern, damit Deutschland die Herrlichkeit Got­tes sehen kann?

Jona war zunächst nicht bereit, Ninive zur Buße auf­zurufen. Mit Ausflüchten wollte er dem Auftrag Gottes entgehen. Als Jona schließlich in sehr misslichen Umstän­den gehorsam war und sogar Gott lobte und dann zur Buße aufrief, war Ninive willig, Buße zu tun. Sogar der König stieg von seinem Thron und demütigte sich. Wie damals in Ninive ruft Gott Deutschland heute zur Umkehr auf. Gott sucht heute Christen, die die Menschen in unserem Land aufrufen, zu Gott umzukehren. Wenn wir, die Christen be­reit sind zu gehen, wird Gott den Geist der Buße schenken.

Wir bitten dich, den göttlichen Auftrag anzunehmen und dich in Gottes Pläne für Deutschland einzureihen. Denk an die Scharen von Menschen im Tal der Entscheidung. Denk an die 80 Millionen Menschen im Land, die davon abhängig sind, ob wir Christen auf den Ruf Gottes einge­hen.

Scharen über Scharen im Tal der Entscheidung; denn nahe ist der Tag des HERRN im Tal der Entscheidung.

(Joel 4,14, Elberfelder)

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III.

Als Partner Gottes für das Land eintreten

Deutschland wird nicht verändert durch harte Krieger und Kämpfer, sondern durch Menschen mit einem sanften Her­zen, die wissen, wie sie Gottes Herz berühren können. Menschen, die den Herrn so sehr lieben, dass sie keinen Tag vergehen lassen, ohne seine Gegenwart zu suchen. Sie glauben, dass seine Liebe und Herrlichkeit sie in neue For­men der Fürbitte hineinführt.

Es gibt viele Christen in Deutschland, die hungrig sind nach Gott und die eine Entscheidung getroffen haben, sich dem Herrn im Gebet ganz zur Verfügung zu stellen. Doch oft wissen sie nicht recht, wie sie in die Gegenwart Gottes durchdringen, ihn noch tiefer erfahren und wirklich effek­tiv beten können. Nachfolgende Ausführungen können da­bei helfen, dem Herrn näher zu kommen und entsprechend dem Willen Gottes zu beten.

Gott sucht Anbeter

Ist es nicht oft so, dass wir aus der Tiefe beten wollen, aber es nicht wirklich schaffen und es als schwer empfinden, für unser Volk Fürbitte zu tun? Wir fühlen uns leer, trocken, unwürdig, müde oder weit weg vom Herrn. Wir wissen nicht, wie wir beten oder uns ausdrücken sollen. Wir neh­men uns vor, für unser Land oder für andere Menschen zu beten, doch dann werden wir immer wieder abgelenkt und unsere Gedanken kreisen um unsere eigenen Wünsche, Nö­te, Ziele und Pläne. Wir denken an unser Volk oder an ein­zelne Personen und sind ärgerlich über ihr Tun und ihren sündigen Lebensstil - und wir klagen sie an oder verachten

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sie deswegen. Können wir mit einer anklagenden, richten­den Haltung für andere Menschen in den Riss treten? Kön­nen dieselben Lippen anklagen und vermitteln?

Was sucht Gott? Was sagte Jesus über den Vater? Er sagte, dass der Vater Menschen sucht, die ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten:

„Aber es kommt die Zeit und ist schon jetzt, in der die wah­ren Anbeter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn auch der Vater will solche Anbeter haben. Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten." (Johannes 4,23-24)

Wenn wir vor Gott stehen, sollten wir uns nicht auf uns selbst, auf Menschen oder auf irgend etwas anderes kon­zentrieren, sondern allein auf den Herrn. Erlaube deinem Herzen, sich nur auf IHN zu konzentrieren, darauf, wer er ist und was er ist. Lege deine Vorstellungen und deine Er­wartungen zur Seite. Mach dein Herz weit auf für ihn. Mehr als alles andere sucht Gott dein Herz und deine Be­ziehung zu ihm. Er sehnt sich nach dieser innigen Liebes­beziehung mit dir, die dein Denken weit übersteigt. Er will dich hineinführen in einen Fluss - von Herz zu Herz und von Geist zu Geist, gezogen von seiner Liebe.

Fange damit an, dem Herrn zu danken und ihn zu prei­sen. Lobpreis ist wie eine Deklaration: „Herr, du bist der König, du bist der Schöpfer aller Dinge. Die ganze Erde und alles, was darin ist, gehört dir. Du bist der Anfänger und der Vollender unseres Glaubens. Du allein bist würdig, du bist der heilige Vater ...". Singe diese Wahrheiten, die den Charakter und das Wesen Gottes beschreiben, spreche sie aus, proklamiere sie, denke darüber nach, lass sie dein ganzes Sein durchdringen - ganz gleich, ob du sie im Mo-

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ment gerade fühlst und praktisch erlebst oder nicht. So oder so ist es die Wahrheit. Wenn du das mit deinem ganzen Herzen, deinem Verstand und deinem ganzen Leben tust, wirst du anfangen, es auch zu fühlen. Du wirst von Herzen empfinden und sagen: „Wahrhaftig, er ist machtvoll, er ist gut, er ist der Herr!".

Wenn diese Aussagen nicht nur eine Proklamation sind, sondern eine tiefe Überzeugung in deinem Herzen, trittst du hinein in den Bereich der Anbetung. Anbetung ist nicht einfach nur ein besinnliches Lied, sondern in der Anbetung drücken wir unsere tiefsten Gefühle, unsere Liebe, unsere Hingabe und unsere Verehrung Gott gegenüber aus. Anbe­tung ist der tiefste Ausdruck unserer Liebe zu Gott, unse­rem Vater. Diese Anbetung im Geist und in der Wahrheit berührt das Herz des Vaters. Manchmal beten wir mit Lie­dern an. Manchmal sind wir einfach still in seiner Gegen­wart. Manchmal erheben wir still unsere Hände zum Herrn und es bedeutet mehr als tausend Worte. Manchmal sitzen wir da und hören dem Singen anderer zu, wir legen uns flach auf den Boden oder wir äußern uns laut in der Gegen­wart Gottes. In all dem geben wir unserem Herzen Aus­druck und Gott empfängt es als Anbetung. Aus der Anbe­tung heraus wird Gebet geboren.

Gebet im Willen Gottes

Und das ist die Zuversicht, die wir haben zu Gott: Wenn wir um etwas bitten nach seinem Willen, so hört er uns. Und wenn wir wissen, daß er uns hört, worum wir auch bitten, so wissen wir, daß wir erhalten, was wir von ihm erbeten haben. (I.Johannes 5,14-15)

Je näher wir dem Herzen Gottes kommen, desto klarer kön-

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nen wir seinen Willen erkennen. Gott sucht Menschen, die sich ihm bedingungslos hingeben und die sich vor ihm de­mütigen mit dem Verlangen, dass sein Wille und nicht un­ser Wille geschehe. Es wäre falsch zu denken, dass der Herr unsere Gebete erhören müsse, nur weil wir uns zum Gebet versammeln. Vielleicht haben wir eine Bürde für Men­schen und wollen Gott nun unsere Vorstellungen bringen, wie ihnen geholfen werden könnte. Nur wenn wir in Über­einstimmung mit seinem Willen beten, können wir sicher sein, dass er uns hört. Aber wie erkennen wir seinen Wil­len?

Wenn wir Gott wirklich anbeten, ist es unser einziges Verlangen, dass er der Herr, der König, der Souveräne, der Erhabene ist.

Du möchtest für deine Familie beten? Bete ihn an für deine Familie und lass ihn dort König sein. Suche ihn und frage ihn, wie er über deine Familie empfindet. Während du ihn anbetest und ihn suchst, wirst du anfangen, sein Herz für deine Lieben zu spüren, seine Absichten und seine Gedanken. Du betest nicht mehr aufgrund der Umstände, und du sagst dem Herrn auch nicht mehr, was du alles se­hen möchtest. Dein Gebet ist nicht mehr geprägt von eige­nen Vorstellungen über Menschen und von Vorschlägen, wie ihnen am besten geholfen werden könnte. Indem du dem Herrn in der Anbetung dienst, beginnst du sein Herz zu spüren, wirst erfüllt von seiner Liebe und fängst an, die Dinge aus seiner Sicht zu betrachten. Hier beginnt wahre Fürbitte. Fürbitter werden geboren aus dem Hören auf Gott, aus der Gemeinschaft und der intimen Beziehung mit ihm. Wir können Anbetung und Gebet nicht voneinan­der trennen, denn in der innigen Gemeinschaft mit dem Herrn können wir sein Herz und die Last, die auf seinem Herzen liegt, spüren. Dann sind nicht mehr unsere, sondern seine Ansichten wichtig. Sein Herz berührt unser Herz, wir

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werden zu einem Kanal des Willens Gottes und drücken seine Absichten in unseren Gebeten aus.

Gebet in Übereinstimmung mit Gottes Sehnsucht

Wenn wir so Gottes Herz berühren, fühlen wir, was ihn schmerzt und wie er bekümmert ist über Menschen, die ihn noch nicht kennen und wie sehr er sich danach sehnt, dass sie „heim ins Vaterhaus" kommen. Wir werden be-''*' schämt, dass wir uns über sie geärgert, sie angeklagt, ver­urteilt, gerichtet oder uns selbstgerecht über sie erhoben haben. Wir spüren Gottes unbeschreibliche und unermess­liche Liebe für seine Menschen, auch für die bösartigsten und sündhaftesten. Er trägt sie und leidet mit ihnen. Selbst wenn wir den Glauben an Menschen verlieren, glaubt Gott immer noch an sie. Manchmal spüren wir vielleicht, dass Gott zornig ist über die Sünde in ihrem Leben, dann wird unser Gebet zur Fürbitte und wir flehen zu Gott, dass er ihnen vergebe.

Manchmal fühlen wir, wie Gottes Herz betrübt ist, weil sich niemand um die Verlorenen kümmert, niemand zu ih­nen geht und zu ihnen spricht und weil niemand für sie zu ihm schreit. - Wir sollten nicht nur beten: „Herr vergib ihnen und begegne ihnen". Gott sucht Arbeiter. Er sucht Menschen, die auch bereit sind zu gehen.

Eine neue Zeit ist angebrochen, in der Gott den Leib Christi aus Schlaf und Hinterhofmentalität zum Auf­wachen und Aufstehen drängt. Gott möchte, dass wir mit einem neuen Verständnis für uns Christen und für die Ge­meinden beten. Wir bitten ihn um Vergebung für die Gleichgültigkeit den Verlorenen gegenüber, für die Selbst­gefälligkeit, die Selbstzufriedenheit, die Apathie in den

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Gemeinden. Wir schreien zu Gott, dass er uns aufrüttelt und uns freimütig macht, starke Boten des Evangeliums zu sein.

Manchmal fühlen wir Gottes heiligen Zorn gegen den Teufel, wegen der Bosheiten, die er dem Volk Gottes antut. Dann gehen wir mit Autorität in die geistliche Kriegsfüh­rung hinein; nicht wegen einer Methode, sondern weil wir spüren, dass Gott uns jetzt dazu drängt.

Den Himmel bestürmen

Wenn wir uns von Gott zeigen lassen, wie er Deutschland und die Menschen im Land sieht, werden wir wahrschein­lich sehr überrascht sein und es wird unser Gebet völlig verändern. Wir werden uns in der Fürbitte nicht mehr an bestimmten Formen festklammern, sondern einfach nur zu Gott schreien und ihn anflehen für unser Land. Gott ruft uns auf eine höhere Ebene des Gebets, ein Gebet der Ver­zweiflung und des Flehens, ein Gebet, das Veränderung in unser Leben, in unsere Familien, in unsere Stadt und in unser Land bringt. So tragen wir dazu bei, dass sich viele Menschen im „Tal der Entscheidung" für die guten Wege Gottes entscheiden.

Statt Rechtsradikalismus zu verurteilen, wird Radikali­tät für Jesus in unserem Land aufwachsen. Gott wird Ju­gendlichen Jesusradikalismus ins Herz legen.

Wir überlassen die Entwicklung unseres Landes nicht mehr allein der Regierung oder dem Staat, sondern beein­flussen die Geschicke des Landes durch unsere Gebete. So werden z.B. durch die Gebete der Christen die Abtrei­bungsraten reduziert oder die Berichterstattung und Pro­grammangebote in den Medien positiv beeinflusst werden.

Wir Christen entscheiden uns neu für eine sehr hinge-

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gebene Jesusnachfolge und beeinflussen entscheidend die weitere Entwicklung unseres Landes.

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Zusammenfassung

Triff eine Entscheidung, steh auf, werde licht!

Wir leben in einer Zeit, in der der Böse sehr unverhüllt auftritt und Millionen von Menschen verführt und Zerstö­rungsaktionen durchführt, z.B.:

Okkult verführende Kinder-Zauberbücher, Kinderver­führung durch Pokemons und okkulte Spiele, Ausweitung von radikalem, fanatischem Islam, Rechtsradikalismus, Drogen und Okkultismus an Schulen, zunehmende Ehe­scheidungen - bis zu 50 %.

Es ist an der Zeit, dass wir Christen aus falscher Hilf­losigkeit und Lethargie erwachen. Es ist auch an der Zeit zu glauben, dass Licht Finsternis vertreibt. Aus Liebe zu unserem Land hat Gott Rettungspläne bereit.

Wir Christen haben ein großes Potential an geistlichen Waffen und geistlicher Autorität, um die bösen Zerstö­rungspläne zunichte zu machen, z. B.:

  Einheit, d. h. Christen fördern Christen (statt sich zu be­kämpfen). Landeskirchen und Freikirchen aller Denomi­nationen stehen zusammen.

  Gebet, d. h. kleine Gebetszellen, Gebets-Hausaltäre, Ge­betskreise, Wächtergebet, Stadtgebete, Pfarrer und Pas­toren, die sich in Einheit zum Gebet versammeln, Ge­betsbewegungen,  Spiritual-mapping = Reinigung der Stadt/des Landes, Bußbewegungen, geistlicher Kampf, Lobpreis und Anbetung, Gebetskonferenzen, Gebetsket­ten, 24-Stunden Gebete

  Autorität, d. h. uns Christen ist Vollmacht gegeben (Lu­kas 10,19) über alle Mächte der Finsternis

- Vollmacht durch Einheit

- Vollmacht durch Hingabe

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- Vollmacht durch Buße

- Vollmacht durch Glaube (Vollmacht bewusst anneh­men und einsetzen)

- Vollmacht durch Offenheit für den Heiligen Geist

- Vollmacht durch Reinheit, Heiligkeit und Gehorsam Begabungen und Berufungen, d.h. Gott hat jedem Menschen Gaben gegeben, die wir einsetzen sollen für das Reich Gottes. Wir sollen einander in dem Einsatz der Gaben fördern, anstatt Neid, Konkurrenz, Kritik u.s.w. Raum zu geben. Wo Gott uns berufen und eingesetzt hat, haben wir besondere Vollmacht - nimm sie an und setze sie ein (statt Talente vergraben). Jeder hat Gaben und eine Berufung - nimm sie an und setze sie ein. Bitte den Heiligen Geist um mehr Gaben und Ausweitung deiner Berufung. Es wäre sehr wünschenswert, wenn Leiter al­ler Kirchen, Konfessionen, Gemeinden und Werke be­wusst den Herrn fragen könnten, wie ihr Beitrag zur geistlichen   Mobilisierung   unseres   Landes   aussehen könnte. Darüber hinaus sollten sie fragen, wie sie andere Leiter in ihren Aufgaben unterstützen und fördern könn­ten. Manche Leiter brauchen erst viel Gebet, damit sie aus ihrer geschwächten Position aufstehen, um dann selbst agieren zu können.

1 Mut, d. h. Christen kommen aus der Defensive heraus und beginnen mit Jesus im Leben zu herrschen (Römer 5,17), z.B.:

- mutige Briefe an Regierungen und Beiträge in Medien

- Lobpreismärsche bei Love-Parades und anderen Ver­anstaltungen

- Gebet um Heilung mit kranken Menschen, auch mit Moslems, um sie für Jesus zu gewinnen

- Herstellung guter evangelistischer Medien. Wir Chris­ten stehen auf und bezeugen, dass ein großer Gott hinter uns steht, der die Welt regiert.

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• Treue, d. h. erweise dich dort, wo Gott dich hingestellt hat, als treuer Verwalter, als Botschafter an Christi statt, als treuer Fürbitter und Jünger.

Wir Christen aller Konfessionen und Kirchen sind gerufen, geschlossen aufzutreten, um zu bekennen, dass Jesus Herr ist. Wir Christen aller Konfessionen und Kirchen stehen geschlossen auf und bezeugen, dass wir Sünde im Land nicht mehr dulden und nicht mehr hinnehmen, und dass wir mit allen uns zur Verfügung stehenden geistlichen und menschlichen Mitteln dagegen angehen werden.

Josua sagte am Ende seines Auftrages der Landeinnahme zu dem Volk Israel und zu uns:

„ Wie lange seid ihr so lässig, dass ihr nicht hingeht, das Land einzunehmen, das euch der Herr, der Gott eurer Väter gegeben hat." (Josua 18,3)

„Ich aber und mein Haus wollen dem Herrn dienen. " (Jo­sua 24,15)

Gott hat mehrfach durch Propheten gesagt, er wolle Deutschland erretten. Dass jeder seinen geistlichen und menschlich möglichen Einsatz bringt, dazu will diese Schrift auffordern.

Doch über allem spricht der Herr Zebaoth:

„ES SOLL NICHT DURCH HEER ODER KRAFT,

SONDERN DURCH MEINEN GEIST GESCHEHEN."

(Sacharja 4,6)